Umfassendes Persönliches Umwelt Konto

Das Umfassende PUK  (U-PUK) würde alle in der Gesellschaft anfallenden wichtigen und knappen Ressourcen sowie dringend zu vermeidenden Emissionen berücksichtigen, also auch die der gesamten Wirtschaft, und deren durchschnittlichen Pro-Kopf-Wert als Punktemenge jedem Bewohner gleichermaßen auf sein Umweltkonto zukommen lassen.

Jedes wirtschaftliche Unternehmen müsste sich dann bei den Bewohnern der Republik, je nach Ressourcenverbrauch und Emissionen, entsprechend Punkte besorgen (einkaufen).
 

Der soziale Ausgleich würde dadurch erheblich beschleunigt und auch gerechter. Warum?

beschleunigt:  weil eine erheblich höhere Menge an Punkten im Spiel wäre, und zwar wirklich gleichmäßig verteilt.

gerechter:  weil derzeit gerade in der Wirtschaft die Reichen (Geld-/ Kapitaleigner*innen) bestimmen, was gemacht wird, und zwar allein durch die Macht des investierten Kapitals.

Wenn Elon Musk eine Autofabrik in Brandenburg bauen möchte, muss er zwar dafür auch jetzt schon einige durch  demokratische Instanzen bestimmte Genehmigungsverfahren durchlaufen und dort festgehaltene Regel einhalten. Er kann aber sonst allein karft des Geldes entscheiden, ob und wo eine solche Fabrik entstehen soll.

Unternehmerische Freiheit beim U-PUK auch bleiben,  aber eingeschränkt, indem eine Unternehmung eine gewisse Menge an Umwelt-Punkten bräuchte, die auf dem Umwelt-Punkte-Markt unter Konkurrenz aller Unternehmungen bei den Bewohnern*innen der Republik eingekauft werden müsste.

Das heißt, erst, wenn diese Punkte (als direkt-demokratische Zustimmung der Bürger, die sie verkaufen) zusammenkommen, kann sich eine Kapitalmacht entfalten. Sonstige gesetzliche Rahmenbedingungen blieben vom U-PUK unberührt, d.h. in Kraft.

Wer also ein Unternehmen angeht, das besonders geschützen Lebensraum oder Ressourcen beansprucht, oder hoche Emissionen verursacht (in Produktion oder Produkten), der wird dies (bei Einhaltung aller gesetzlichen Bestimmungen) entsprechend bezahlen müssen und zwar direkt in Form eines sozialen Ausgleichs, und zwar nicht über den Staat. Das ist der liberale Aspekt von PUK.  Der Staat bliebe allein Wächter und Garant der einzuhaltenden Regeln und, in Form eines regierungsunabhängigen Instituts, Verwalter der Konten.

Werden die Unternehmen auch ein Umweltkonto haben?

Ja, das müssen sie, und zwar als Verrechnungskonto. Allerdings erhalten sie nicht, wie alle Bewohner*innen, ein gefülltes Konto, sondern ein leeres.

Sie müssen in Crowd-Funding zu konkreten Projekten oder Produktionsverfahren Punkte erwerben. Sie müssten diese auch sparen dürfen und diese (gesparten) betriebsintern verlagern können. 

Hier müsste eine ausgeklügeltes Regelsystem vor spekulativem Handel schützen.

So sollte die Wiederveräußerung nicht gebrauchter Umweltpunkte für Unternehmen nur an Bürger*innen möglich sein.

Werden die im U-PUK-Bereich ansässigen Unternehmen durch U-PUK Nachteile gegenüber auswärtigen Anbietern/Konkurenten haben?

Soweit zu sehen, nicht! Denn auch auf importierte Ware käme je nach Nachhaltigkeit bzw. Ressourcenverbrauch u. Emissionsbelastung ein Punktezuschlag oder eben keiner, bei optimalen Bedingungen.

Hier würde U-PUK sogar als ökologischer Anreiz sogar auf Bereiche außerhalb seiner direkten Geltung Wirkung tun. Viel besser als das sehr umständliche Lieferkettengesetz dies derzeit  und jemals tun kann.

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Die Idee wird weiter verfogt. Ergänzungen folgen.