Wirtschaft (Volks- bzw. Nationalökonomie) dient zur Versorgung aller Menschen mit den für ihre Lebensentfaltung notwendigen Dingen, anschließend mit den jeweilig oder allgemein gewünschten Dingen. Es geht darum, Bedürfnisse zu decken, nicht zu wecken.

Daraus wird deutlich, dass Betriebswirtschaftler nicht unbedingt „Wirtschaftsexperten“ sind. Volks-Wirtschaftler haben die gesamte Wirtschafts- d.h. Versorgungslage im Blick. Betriebswirtschaftler nur die ihres Betriebes. d.h. unter Umständen sehr egoistische oder zumindest eigenbezogene, eingeschränkte Ziele. Was betriebswirtschaftlich gut erscheint, kann volkswirtschaftlich katastrophale Folgen haben.

Ressourcen: Unter dem Aspekt der Freiheit und Gleichheit aller Menschen gehören alle Ressourcen allen Menschen (und unter Umständen allen Lebewesen) gleichermaßen. Dieses Zugriffsrecht läßt Erschließungs- und Vermarktungsrechte unangetastet, sofern diese nicht grundlegend dem Zugriffsrecht widersprechen. Die Idee des Gemeinsbesitzes der Lebensressourcen ist transkulturell. So heißt es im „Li GI“, Buch der Sitten, welches die konfuzianische Lehre im 1. Jh. vor Chr. formuliert, 3. Kapt., 1. Teil, Nr.2: „Zur Zeit, als der große Weg herrschte, war die Welt gemeinsamer Besitz“ [übersetzt von Richard Wilhelm, Jena 1930, S. 30.]

 

Somit ist ein gleicher Zugang zu wichtigen Ressourcen menschlicher Entwicklung eine Frage der Gerechtigkeit. In der frz. Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte  von 1789 heißt es: „Die Menschen werden frei und gleich an Rechten geboren und bleiben es. Gesellsachftliche Unterschiede dürfen nur im allgemeinem Nutzen begründet sein.“   Vgl. dazu UN-Menschrechtscharta, Art. 1 bis 3.

Das Nicht-Verbrauchen von Rohstoffen und Nicht-Ausstoßen von Giften ist eine gemeinnützige Unterlassung.

 

Daher haben geldarme Menschen aufgrund ihres eingeschränkten Konsums etwas, was in Zukunft sehr wichtig wird, wenn wir unsere Lebensgrundlage erhalten wollen:  eine gute Ökobilanz!

 

Egal aus welchem Grund ein Mensch wenig Ressourcen verbraucht.Dieser Nichtverbrauch sollte gerechterweise positiv angerechnet werden, weil er den Lebensraum anderer schützt und bewahrt.